In einem Stadthaus bewahrte Familie Kaya die alten Dielen der abgerissenen Scheune des Großvaters und ließ daraus einen Esstisch fertigen. Jede Kerbe blieb sichtbar, jedoch sanft geölt mit Naturharzöl, statt versiegelt. Das Holz bindet weiterhin Kohlenstoff, spart Neuholz ein und wird zum Begegnungsort, an dem Geschichten vom Hof, vom ersten selbstgebackenen Brot und vom letzten Sommerregen geteilt werden. Ein Möbelstück, das Verantwortung und Zugehörigkeit gleichzeitig vermittelt.
Aus geerbten Leinentüchern, Reise-Saris und Reststücken von Hanf entstand eine unerwartet elegante Gardinenkollektion. Die Schneiderin dokumentierte Faserherkunft und Färbemethoden, setzte überwiegend Pflanzenfarben ein und verzichtete auf Mischgewebe, um spätere Wiederverwertung zu ermöglichen. Die fallenden, atmungsaktiven Stoffe filtern Licht warm, dämpfen Geräusche sanft und verhindern Mikroplastikabrieb. So wird jeder Vorhang zur weichen Erinnerung, die zuhause Schatten, Sonne und Geschichte ins Gleichgewicht bringt.
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